Die frühen Jahre der Ewigkeit
Ein Roman über das Ich im Zeitalter der künstlichen Intelligenz — und die Hoffnung, dass die Seele bleibt. Aufwachen, und alle Erinnerungen sind fort. Der Erzähler beginnt ein vorsichtiges Zurücktasten in die Vergangenheit. Wer war ich? Was wollte ich sein? Langsam finden sich Bilder und Daten, es entfaltet sich eine angenommene Biographie: die Laufbahn des studierten Physikers an der Seite seiner sich für ihn aufopfernden Frau Greta, der ganze Lebenskosmos.
Aber das kann nicht alles gewesen sein. Mit Hilfe der Figur eines modernen Faust, der die Grenzen des Menschlichen überwinden will, wird dem Erzähler nach einer Wette mit einem gewissen „M" in Hamburg eine vielschichtige Reise mit unglaublichen Erlebnissen möglich. Er beginnt sein Leben neu, reist nach Indien und ins Mittelalter, schließlich nach New York, wo „M" die Living Forever Inc. gegründet hat und ihm den Weg zur entscheidenden Selbsterkenntnis weist.
Er begegnet sich selbst und beginnt zu verstehen: Sein Zustand ist die Folge eines Unfalls.
Der Erzähler ahnt, dass es einen Grund für die Zeitsprünge und die „unwirklichen" Momente in seiner Wahrnehmung geben muss — und findet die Antwort schließlich in einem Labor. Sein verletztes Gehirn wurde einer experimentellen Operation unterzogen und mit einer KI verbunden, die ihm beim Erinnern hilft und beim Überschreiten der Zeit. So begleitet er beispielsweise seinen Vater Anfang der vierziger Jahre an die Kriegsfront in Afrika und erlebt später in einem futuristischen Hamburg die Evakuierung der Menschen in den Weltraum. Bei allem aber geht es um die Suche nach Wahrheit, Identität und dem, was vom Menschen bleibt in einer Welt, in der KI immer mehr das Denken übernimmt.